Seit 1. Januar 2026 ist Bulgarien Teil des Euroraums
Der unwiderrufliche Umrechnungskurs lautet 1 Euro = 1,95583 Lew. Seit 1. Februar 2026 ist Euro-Bargeld das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel. Alte Reiseführer, Preislisten und Blogartikel in Lew können deshalb nur noch als historische Orientierung dienen.
Preise werden bis 8. August 2026 häufig noch doppelt angezeigt
Die verpflichtende Darstellung in Euro und Lew läuft bis 8. August 2026. Bezahlt wird trotzdem in Euro. Der zweite Betrag soll die Umstellung nachvollziehbar machen und ist kein alternatives Zahlungsmittel. Bei unklaren Schildern zählt der ausgewiesene Endpreis; Kassenbon und Preisetikett sollten übereinstimmen.
Kartenzahlung ist weit verbreitet, aber Bargeld bleibt nützlich
Hotels, Supermärkte, Tankstellen und viele Restaurants akzeptieren gängige Karten. Kleine Gästehäuser, Märkte, Parkautomaten, Strandangebote und Betriebe in abgelegenen Orten können Bargeld bevorzugen. Nehmen Sie deshalb keine große Bargeldsumme mit, sondern eine überschaubare Reserve für Situationen, in denen Karte oder Terminal ausfallen.
Am Geldautomaten zählt der Betreiber – nicht nur der Standort
Nutzen Sie möglichst Automaten etablierter Banken und lesen Sie den Gebührenhinweis vor der Bestätigung. Der Automat kann eine eigene Betreibergebühr verlangen; zusätzlich kann Ihre Bank Auslandskosten oder Abhebeentgelte berechnen. Seit der Euro-Einführung gibt es für Eurokonten keine Währungsumrechnung in Lew mehr, Gebühren verschwinden dadurch aber nicht automatisch.
Altes Lew-Bargeld muss nicht bei privaten Wechselstellen getauscht werden
Die Bulgarische Nationalbank tauscht Lew-Banknoten und -Münzen unbefristet und kostenlos in Euro. Geschäftsbanken und bestimmte Poststellen dürfen seit 1. Juli 2026 Gebühren verlangen und sind nur bis Ende 2026 zur weiteren Annahme verpflichtet. Für Reisende mit Restgeld aus früheren Jahren ist die BNB deshalb der verlässlichste langfristige Weg.
Bon, Gesamtpreis und Trinkgeld getrennt betrachten
Bei Restaurants und Dienstleistungen sollte der Endpreis vor der Zahlung erkennbar sein. Prüfen Sie, ob Service oder Zusatzleistungen bereits enthalten sind. Trinkgeld ist keine starre Pflicht; bei gutem Service wird häufig aufgerundet oder ein angemessener Betrag zusätzlich gegeben. Geben Sie es bewusst und nicht, weil ein Terminal automatisch einen Prozentsatz vorschlägt.
